{"id":11029,"date":"2025-02-01T09:37:49","date_gmt":"2025-02-01T08:37:49","guid":{"rendered":"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/?p=11029"},"modified":"2025-02-05T14:28:02","modified_gmt":"2025-02-05T13:28:02","slug":"eine-bildungsluecke-schliessen-in-der-betroffene-zurueckbleiben-neurodiversitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/index.php\/eine-bildungsluecke-schliessen-in-der-betroffene-zurueckbleiben-neurodiversitaet\/","title":{"rendered":"Eine Bildungsl\u00fccke schlie\u00dfen, in der Betroffene zur\u00fcckbleiben \u2013 Neurodiversit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group has-medium-font-size\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p>von Maja Hoffmann |&nbsp;Titelbild: succo<\/p>\n\n\n\n<p>Stell dir vor, du l\u00e4ufst \u00fcber den Campus der Ruhr Universit\u00e4t: Du begegnest einer Vielzahl unterschiedlicher Menschen. \u00dcber 40.000 Studierende gibt es hier, aber niemandem kannst du in den Kopf schauen. Einige von ihnen leben und funktionieren anders und haben deswegen andere Bed\u00fcrfnisse, ohne dass du es ihnen sofort ansiehst oder anmerkst: Sie sind neurodivergent. Neurodiversit\u00e4t ist ein breites Spektrum, \u00fcber das zu wenig Aufkl\u00e4rung herrscht und das sich deswegen mit Vorurteilen und Unwissen konfrontiert sieht. Eine Betroffene will dem entgegenwirken und zeigt Engagement.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Ort f\u00fcr Unterst\u00fctzung<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dass Neurodiversit\u00e4t oftmals eine unsichtbare und vergessene Art des Seins und Normabweichung darstellt, wei\u00df Robin Bleser nur zu gut selbst: Sie ist Autistin. Um mehr Raum und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr neurodivergente Menschen wie Autist*innen zu schaffen, gr\u00fcndete sie zusammen mit Jens Fislage und Mia Rexing <em>Campus Neurodivers<\/em>; ein mittlerweile zum Teil finanziertes studentisches Initiativprojekt, welches Robin Bleser zusammen mit Citou M\u00fcller leitet. Mit diesem Projekt m\u00f6chte sie aufkl\u00e4ren, Hilfestellungen anbieten und einen Ort f\u00fcr Austausch schaffen. Aus diesem Grund werden regelm\u00e4\u00dfige Treffen angeboten, zu denen neurodiverse Menschen eingeladen sind, um sich kennenzulernen und ihre Lebensrealit\u00e4ten zu teilen. In einem Booklet, gemeinsam initiiert mit dem Autonomen Referat f\u00fcr Menschen mit Behinderung, sollen au\u00dferdem Texte gesammelt werden, um individuellen Ausdruck, Einblicke und Sichtbarkeit zu erm\u00f6glichen. Ab dem Wintersemester 2024\/25 wird von <em>Campus Neurodivers<\/em> eine informierende Ringvorlesung veranstaltet. Sie ist nicht kreditierbar, verfolgt jedoch das wertvolle Ziel, \u00fcber die Vielfalt neurodiverser Auspr\u00e4gungen aufzukl\u00e4ren: Durch Vortr\u00e4ge wird informiert und Neurodiversit\u00e4t somit greifbarer und verst\u00e4ndlicher.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neurodivergent &#8211; aber nicht krank! <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu Neurodiversit\u00e4t z\u00e4hlen nicht nur Autismus und ADHS. Auch Legasthenie, Dyskalkulie, Tourette, Downsyndrom, Dyspraxie, bipolare St\u00f6rungen sowie Hochbegabung fallen darunter. Eine h\u00e4ufige, umstrittene Annahme besteht darin, dass Neurodiversit\u00e4t mit einer Behinderung oder Krankheit gleichzusetzen ist. Sie umfasst jedoch lediglich Resultate normaler genetischer Variationen und neurologische Verschiedenheiten. Neurodivergente Menschen repr\u00e4sentieren also nur eine weitere Form von menschlicher Diversit\u00e4t und besitzen ihre Neurodivergenz als genauso normale Eigenschaft wie eine Hautfarbe, Augenfarbe oder ein Geschlecht. Sie denken nur anders und nehmen anders wahr, ihr Gehirn ist anders entwickelt und funktioniert auf eine eigene Art und Weise. In einer Leistungsgesellschaft, die von Normen und Erwartungen gepr\u00e4gt ist, werden neurodivergente Verhaltens- und Funktionsweisen jedoch oft als Defizit und Einschr\u00e4nkung angesehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neurodivergente Studierende im Nachteil<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Leider werden neurodivergente Menschen noch immer nicht wirklich verstanden und ernst genommen. Eine wirkliche Hilfe, Unterst\u00fctzung oder Entlastung bietet die Ruhr Universit\u00e4t strukturell nicht: Oftmals ist der Weg lang und beschwerlich, bis man \u00fcberhaupt mit beispielsweise Autismus oder ADHS diagnostiziert werden kann. Es existieren nur wenige Anlaufstellen f\u00fcr Erwachsene mit sehr langen Wartezeiten. Die Barrieren und Schwierigkeiten neurodivergenter Menschen sind nicht nur innerlich st\u00e4ndiger Begleiter, sondern auch in der Au\u00dfenwelt, in der sie oft nicht verstanden und unterst\u00fctzt werden. Sollte man das Gl\u00fcck und die Gunst einer offiziellen Diagnose besitzen, ist selbst ein Nachteilsausgleich oft nicht hilfreich. Robin Bleser entschied sich dagegen und berichtet mir, dass er ihr nichts nutzen w\u00fcrde: \u201eMir wurde lediglich mehr Zeit oder ein anderer Raum in Klausuren angeboten[\u2026]. Das brauche ich aber gar nicht, weil ich oft als erste in Klausuren fertig bin. Mir w\u00fcrde es helfen, in Zoom Meetings und Onlineklausuren die Kamera auslassen zu d\u00fcrfen oder die verbleibende Zeit nicht ablaufen zu sehen.\u201c F\u00fcr Autist*innen kann der Zwang der Anwesenheitspflicht ebenso problematisch sein. Robin Bleser empfindet dies zum Teil als gezwungenes \u201eabsitzen\u201c, da ihr alleiniges, eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten von Inhalten eine bessere Konzentration und ein effizienteres Ergebnis erm\u00f6glichen w\u00fcrden. Neurodivergente Menschen besitzen oftmals keine Energie f\u00fcr soziale Situationen, sie entziehen ihnen eher Energie und k\u00f6nnen eine einschr\u00e4nkende Reiz\u00fcberflutung oder sogar \u00dcberforderung darstellen. Dinge wie Gruppenarbeit oder Pr\u00e4sentationen sollten ebenso wenig verpflichtend sein, denn sie erfordern Kompetenzen, die nicht jede neurodivergente Person besitzt. Dies kann zu Angst, Blockaden und schlechten Leistungen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Diagnoseproblematik durch Klischees und Unwissen <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large ticss-75a3ab2c\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Robin-Bleser-2-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11032\" srcset=\"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Robin-Bleser-2-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Robin-Bleser-2-225x300.jpeg 225w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Robin-Bleser-2-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Robin-Bleser-2.jpeg 1200w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Robin Bleser<br>Foto: Robin Bleser<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:70%\">\n<p>Robin Bleser selbst wurde erst sp\u00e4t offiziell mit Autismus diagnostiziert: Als Erwachsene mit 28 Jahren und nach 4 Jahren Wartezeit. Da sie jedoch selbst nach der offiziellen Diagnose keine wirklich hilfreiche Unterst\u00fctzung von ihrem Therapeuten erhielt, entschied sie sich, durch <em>Campus Neurodivers<\/em> selbst einen ersten Baustein f\u00fcr ein Hilfsangebot zu setzen. Mit der sp\u00e4ten Diagnose ist Bleser nicht allein. Ein h\u00e4ufiges Problem als autistisches M\u00e4dchen ist es, im Kindesalter \u00fcbersehen oder missverstanden zu werden. M\u00e4dchen werden seltener diagnostiziert oder mit Autismus in Verbindung gebracht, da noch immer zu wenig Aufkl\u00e4rung herrscht und Klischees von Autismus in K\u00f6pfen verankert sind: Der stumme Junge, der nicht redet, aber daf\u00fcr ein Mathegenie ist, um ein typisches Stereotyp zu benennen. Autismus ist jedoch sehr facettenreich und ein weitreichendes Spektrum mit vielf\u00e4ltigen, unterschiedlichen Symptomen. Auch Robin Bleser wurde als Autistin mit ihren eigenen Vorurteilen und ihrem Nichtwissen konfrontiert: Als sie sich an ihrer alten Uni an eine psychosoziale Beratungsstelle wandte und diese den Autismusverdacht \u00e4u\u00dferte, hielt sie das zun\u00e4chst f\u00fcr Unsinn und eine Interpretation von etwas, das nicht da sei. Erst sp\u00e4ter kam sie bei der Vorbereitung eines Referats, das sie mit dem Thema Autismus in Ber\u00fchrung brachte auf den Gedanken, dass da etwas dran sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><strong>Diagnose &#8211; L\u00f6sung oder weitere H\u00fcrde ? <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Diagnose ist oft jedoch ein aufw\u00fchlender und pers\u00f6nlicher Prozess. Autistische Menschen fallen unter Umst\u00e4nden nicht auf, da sie konventionelle Verhaltensweisen erlernt und sich diese abgeschaut haben. Durch sogenanntes \u201eMasking\u201c ihres wahren Selbst versuchen sie unter Anstrengung, eine Rolle zu spielen und sich anzupassen. Eine Diagnose fordert, statt Selbstverleugnung und Verstellen wieder Zugang zu eventuell versch\u00fctteter Identit\u00e4t zu finden, sich selbst ehrlich und ungefiltert zu sehen, was herausfordernd und verstrickend sein kann. Die Angst, sich pr\u00e4sentieren, erkl\u00e4ren und offenbaren zu m\u00fcssen, ist hinsichtlich der kommunikativen Schwierigkeiten einiger Autist*innen ebenso eine H\u00fcrde im Diagnoseverfahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fehlende Kompetenz und Aufkl\u00e4rung hat fatale soziale Folgen<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das gro\u00dfe Problem bestehe laut Bleser darin, dass Autismus nicht genug thematisiert werde, weder in Absprache und Austausch mit Betroffenen, noch in der Gesellschaft und Aufkl\u00e4rungsarbeit. Nicht viele Menschen seien daf\u00fcr qualifiziert, offizielle Diagnosen zu stellen. Erforschung und Vermittlung von Neurodiversit\u00e4t liegt weit hinter anderen Themen zur\u00fcck: Weder im Psychologie- noch im Lehramtsstudium wird Neurodiversit\u00e4t tiefergehend thematisiert. Vor allem der p\u00e4dagogische Umgang mit neurodivergenten Kindern sei ein Problem; niemand wei\u00df wirklich mit ihnen umzugehen. Dies festigt leider nur das Gef\u00fchl neurodivergenter Menschen, nirgendwo reinzupassen. Sie sind immer Au\u00dfenseiter*innen, immer das Alien, immer ein Sonderfall. Robin Bleser w\u00fcnscht sich vor allem einen empathischeren und reflektierteren Umgang mit autistischen Kindern. In Extremf\u00e4llen wei\u00df sie aus Berichten, dass sogenannte \u201eSystemsprenger\u201c von Schulen verwiesen werden, selbst F\u00f6rderschulen zum Teil \u00fcberfordert und nicht qualifiziert sind und autistische Kinder abweisen, ebenso sind Kliniken und \u00c4mter h\u00e4ufig \u00fcberfordert und Eltern wird vorgeworfen, dass sie ihre Kinder nicht im Griff h\u00e4tten und eine bessere Erziehung notwendig sei.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"734\" height=\"350\" src=\"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_4326.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11033\" style=\"width:432px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_4326.jpg 734w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_4326-300x143.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 734px) 100vw, 734px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: tillbrmnn<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Was jedoch notwendig w\u00e4re, ist der faire und angepasste Umgang mit neurodivergenten Kindern, der ihren Bed\u00fcrfnissen entspricht. Ihnen eine bed\u00fcrfnisgerechte Behandlung zu verwehren, w\u00e4re in etwa so, als n\u00e4hme man einem geh\u00f6rlosen Kind das H\u00f6rger\u00e4t und w\u00fcrde trotzdem verlangen, dass es sich am Unterricht beteiligt. Durch Abweisung und fehlende F\u00f6rderung wird autistischen Menschen so oft die Zukunft verbaut: Sie haben Potenzial, das sie jedoch in Wohngruppen oder in einer Behindertenwerkstatt nicht entfalten k\u00f6nnen. Man wird ihnen nicht gerecht, wenn ihnen nur diese Optionen bleiben. Sogar Akademiker*innen mit Autismus k\u00f6nnen in echte Lebenskrisen geraten, da sie anf\u00e4lliger f\u00fcr Burnout sind und durch das f\u00fcr neurotypische Menschen ausgelegte Raster der Gesellschaft fallen. Robin Bleser w\u00fcnscht sich, dass mehr zugeh\u00f6rt und gesprochen wird und nicht nur bequeme, aber nicht zielf\u00fchrende L\u00f6sungen angewendet werden. Autistische Kinder brauchen Verst\u00e4ndnis und die gleichen Chancen sich individuell zu entfalten. Robin Bleser wei\u00df selbst gut, wie es ist, wenn das nicht gegeben ist: Ihr wurde schon mit 12 Jahren in der 7. Klasse geraten, die Schule zu verlassen, weil sie aufgrund ihrer autistisch bedingten Ger\u00e4uschempfindlichkeit und dem L\u00e4rm in der Klasse schlechte Noten hatte. Kinder, die anders sind, werden in den Augen von Autorit\u00e4tspersonen oft zum st\u00f6renden Problemfall, werden schlechter behandelt und entmutigt, statt nach Gr\u00fcnden und Ursachen zu forschen und Schwierigkeiten nachhaltig zu l\u00f6sen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kommunikation und Verst\u00e4ndnis &#8211; wie Nebel und Milchglas<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was als Bilanz und als das Schicksal vieler neurodivergenter Menschen bleibt, ist leider das Unverst\u00e4ndnis der Umgebung und oftmals auch das Unverst\u00e4ndnis \u00fcber sich selbst. Robin Bleser stellt fest, dass sie zwar wisse, wie sich Autismus \u00e4u\u00dfert, dass es jedoch viel schwerer sei, die eigenen Symptome selbst zu erkennen und zu benennen. In ihrer Bachelorarbeit erforschte Bleser, lange bevor sie von ihrem Autismus wusste, das Thema der Kommunikation und ihrer Schwierigkeiten, da jeder Mensch andere Voraussetzungen mit sich bringt. Unbeabsichtigt zog sie also schon damals eine Parallele zu Neurodiversit\u00e4t: Als ihr eigenes auff\u00e4lligstes Symptom bezeichnet Robin Bleser die H\u00fcrden von Kommunikation. Menschen einsch\u00e4tzen, intuitiv wissen, ob sie etwas ernst meinen oder l\u00fcgen und Ironie verstehen ist f\u00fcr Autist*innen oft schwer. Auch Mimik oder \u201ezwischen den Zeilen lesen\u201c k\u00f6nnen als Mittel der Verst\u00e4ndigung wegfallen. Im eigenen Kommunizieren mit anderen kann ein*e Autist*in unbeholfen, ungewollt lustig, vorlaut, zu direkt und ungefiltert wirken, und Aussagen werden teilweise anders interpretiert, als sie gemeint sind. Mimik und Gestik &#8211; f\u00fcr Autist*innen oft eher nicht durchschaubar wie Nebel oder Milchglas. Die F\u00e4higkeit zur zwischenmenschlichen Orientierung, Auffassungsgabe und Kommunikation ist erschwert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sichtbarkeit und Handlungsstrategien f\u00fcr Neurodiversit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large ticss-82f6ac6a\"><img decoding=\"async\" width=\"810\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_4325-810x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11034\" srcset=\"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_4325-810x1024.jpg 810w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_4325-237x300.jpg 237w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_4325-768x971.jpg 768w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_4325.jpg 1012w\" sizes=\"(max-width: 810px) 100vw, 810px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: hansiline<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:70%\">\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p>Wenn du selbst neurodivergent bist oder dich mehr dar\u00fcber informieren m\u00f6chtest, ist <em>Campus Neurodivers<\/em> die richtige Anlaufstelle. Mit diesem Projekt kommt Licht ins Dunkle. Es wird Bewusstsein geschaffen, aufgekl\u00e4rt und ein Raum f\u00fcr Austausch und das Entwickeln von Handlungsstrategien geboten. Robin Bleser hat somit eine Plattform geschaffen, die f\u00fcr mehr Sichtbarkeit, Verst\u00e4ndnis und Chancengleichheit einsteht und eine Bereicherung f\u00fcr die diverse Studierendenschaft ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter diesen Links findet ihr den Instagram Account von <em>Campus Neurodivers<\/em> mit allen Angeboten, Informationen \u00fcber das Studieren mit Beeintr\u00e4chtigung sowie eine \u00dcbersicht aller Netzwerke f\u00fcr Betroffene:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/campusneurodiversrub?igsh=MTJ4Y2F5ZzVkZDN3OQ==\">https:\/\/www.instagram.com\/campusneurodiversrub?igsh=MTJ4Y2F5ZzVkZDN3OQ==<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/studium.ruhr-uni-bochum.de\/de\/studieren-mit-beeintraechtigung\">http:\/\/studium.ruhr-uni-bochum.de\/de\/studieren-mit-beeintraechtigung<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/news.rub.de\/kultur-und-freizeit\/2024-02-12-termin-austauschen-und-netzwerken-fuer-studierende-mit-beeintraechtigung\">https:\/\/news.rub.de\/kultur-und-freizeit\/2024-02-12-termin-austauschen-und-netzwerken-fuer-studierende-mit-beeintraechtigung<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stell dir vor, du l\u00e4ufst \u00fcber den Campus der Ruhr Universit\u00e4t: Du begegnest einer Vielzahl unterschiedlicher Menschen. \u00dcber 40.000 Studierende gibt es hier, aber niemandem kannst du in den Kopf schauen. 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