{"id":11134,"date":"2025-02-04T10:18:11","date_gmt":"2025-02-04T09:18:11","guid":{"rendered":"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/?p=11134"},"modified":"2025-02-05T12:23:04","modified_gmt":"2025-02-05T11:23:04","slug":"institut-fuer-deutschlandforschung-an-der-rub-relevanter-denn-je","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/index.php\/institut-fuer-deutschlandforschung-an-der-rub-relevanter-denn-je\/","title":{"rendered":"Institut f\u00fcr Deutschlandforschung an der RUB \u2013 Relevanter denn je"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group has-medium-font-size\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p>Autor: Robert Kurth | Titelbild: klausdie<\/p>\n\n\n\n<p>Das Spektrum der Arbeit des Instituts f\u00fcr Deutschlandforschung (IdF) hat sich seit der Gr\u00fcndung immer wieder ver\u00e4ndert und erweitert. Die Aufarbeitung der SED-Diktatur in der DDR, die Friedliche Revolution 1989\/90 und die Entwicklung des deutsch-deutschen Verh\u00e4ltnisses seit der Wiedervereinigung stehen im Zentrum des Interesses. Der Fokus wurde zur Perspektiverweiterung auf eine europ\u00e4ische Ebene gehoben. Studierende k\u00f6nnen wertvolle Einblicke erfahren \u2013 und werden daf\u00fcr mit Credit Points im Optionalbereich belohnt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eMit der Arbeit begonnen hatte das Institut bereits vor der offiziellen Gr\u00fcndung 1989\u201c<\/em>, berichtet Dr. Frank Hoffmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Instituts f\u00fcr Deutschlandforschung an der RUB und dort selbst bereits seit 1992 t\u00e4tig. <em>\u201eDas Institut wurde Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhundert als Institut der alten westdeutschen DDR-Forschung gegr\u00fcndet. Ziel war dabei die Bewertung der DDR an ihren eigenen Ma\u00dfst\u00e4ben und der Blick auch auf positive Entwicklungen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large ticss-69530002\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"951\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/hoffmann-951x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11137\" srcset=\"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/hoffmann-951x1024.jpg 951w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/hoffmann-279x300.jpg 279w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/hoffmann-768x827.jpg 768w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/hoffmann-1426x1536.jpg 1426w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/hoffmann.jpg 1622w\" sizes=\"(max-width: 951px) 100vw, 951px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dr. Frank Hoffmann \u2013 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Instituts f\u00fcr Deutschlandforschung.<br>Foto: Robert Kurth<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<p>Nach der friedlichen Revolution 1989\/90, kurz nach der offiziellen Gr\u00fcndung, musste sich das Institut dann neu aufstellen. Die vorhandene integrative Perspektive aus Historiker*innen, Sozial- und Politikwissenschaftler*innen sowie Philolog*innen, die in ihrer Arbeit durch Jurist*innen, Geograph*innen und Publizist*innen unterst\u00fctzt wurden, bildeten die perfekte Grundlage f\u00fcr innerdeutsche <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landeskunde\">Landeskunde<\/a>. Die Landeskunde wurde dabei invers aufgefasst: In Zeiten, in denen niemand mit dem neuen Deutschland umzugehen wusste, wurden durch das Institut f\u00fcr Deutschlandforschung viele europ\u00e4ische Projekte initiiert, um europ\u00e4ischen Partner*innen Hilfestellung zu leisten. Somit entwickelte sich neben der Aufarbeitung der SED-Diktatur der europ\u00e4ische Kontext des deutsch-deutschen Verh\u00e4ltnisses zu einer zweiten S\u00e4ule der Forschung. Projekte wie das Promotionskolleg Ost-West oder RUB Europadialog waren lange Zeit Basis von Austausch und wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit Akademiker*innen aus ganz Europa (\u00fcberwiegend Osteuropa).<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir haben drei S\u00e4ulen: Die Lehrverpflichtung mit Veranstaltungen, die wir im Optionalbereich anbieten. Eigene Projekte, die einen Qualifikations- und Informationsteil beinhalten und sich auch an die breite \u00d6ffentlichkeit wenden. Dann gibt es noch die internationalen Kontakte. Durch solche sollen im Zuge von Veranstaltungen unsere deutschen Probleme auf einer anderen Ebene weiterdiskutiert werden, sei es im Kontext des Kalten Kriegs oder jetzt der europ\u00e4ischen Integration.\u201c (Dr. Frank Hoffmann)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Der Wert des europ\u00e4ischen Diskurses<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Wortfolge \u201e<strong>Interdisziplin\u00e4rer Arbeitskreis f\u00fcr Deutschland- und Europastudien<\/strong>\u201c im Untertitel zeigt die Bedeutung der europ\u00e4ischen Ebene des Diskurses und den Stellenwert f\u00fcr das Institut. Dabei ist die Deutschlandforschung jedoch nicht mehr nur Dienstleisterin f\u00fcr die Verbesserung des ausl\u00e4ndischen Verst\u00e4ndnisses. Vielmehr werden durch europ\u00e4ische Begegnungen innerdeutsche Differenzen neu bewertet, meint Frank Hoffmann. <em>\u201eViele Dinge die wir (<\/em>Westdeutschen; Anm. d. Autors<em>) merkw\u00fcrdig an Ostdeutschen finden, wie z. B. ein scheinbar anderes Demokratieverst\u00e4ndnis, sind innerhalb Europas nicht ungew\u00f6hnlich. Beispielhaft kann man Polen, Ungarn, Italien, aber auch Frankreich und die Niederlande nennen. So gibt es ausgehend von unterschiedlichen Geschichten auch Unterschiede zwischen Pf\u00e4lzern und Sachsen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In der Vergangenheit gab es Exkursionen nach Br\u00fcssel und f\u00fcr die Studierenden die M\u00f6glichkeit, sich dort mit Politiker*innen auszutauschen. Auch in Zukunft sollen wieder Projekte f\u00fcr europ\u00e4ische Begegnungen im Optionalbereich angeboten werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lokaler Impact: Das Zeitzeugen-Projekt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf regionaler Ebene organisiert das Institut Zeitzeugengespr\u00e4che in Schulen in ganz NRW, in denen die Sch\u00fcler*innen mit Personen sprechen k\u00f6nnen, die in der DDR gelebt und mit dem System in Konflikt geraten sind. Diese Zeitzeug*innen berichten basierend auf eindr\u00fccklichen Erfahrungen wie einer Inhaftierung. Das Projekt fordert sehr viel Zeit in der Organisation. Jedoch verweist Frank Hoffmann auf den gro\u00dfen Beitrag dieser Gespr\u00e4che, die das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die DDR und die Zeit seit der Friedlichen Revolution f\u00f6rdern und f\u00fcr die Entwicklung auch innerhalb der DDR sensibilisieren k\u00f6nnen. Das Zeitzeugen-Projekt ist ein Paradebeispiel f\u00fcr nahbare Vermittlung, die \u00fcber den Wert der einfachen Sachinformation hinausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spannende Exkursionen im Optionalbereich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<p>Eine gute M\u00f6glichkeit f\u00fcr Studierende nicht nur mehr \u00fcber das Deutschlandinstitut und dessen Arbeit zu erfahren, sondern auch selbst lebhaft in diese Themengebiete einzutauchen, sind Exkursionen. Diese werden \u00fcber das Institut f\u00fcr Deutschlandforschung angeboten und f\u00fchren<\/p>\n\n\n\n<p>regelm\u00e4\u00dfig in den Osten des Landes. Diese Eindr\u00fccke richten sich an alle Studierenden, <em>\u201edie ihr Studium auch f\u00fcr wertvolle Erfahrungen \u00fcber die Geradlinigkeit der Pflichtveranstaltungen hinaus nutzen wollen,\u201c<\/em> erkl\u00e4rt Frank Hoffmann. Zus\u00e4tzlich werden Exkursionen mit Credit Points im Optionalbe<\/p>\n\n\n\n<p>reich angeboten und sind somit auch hinsichtlich des Studiums attraktiv. F\u00fcr das WiSe 2024\/25 lohnt sich der Blick auf das Modul <strong>\u201eDie bunte DDR \u2013 ein neues Bild vom anderen Deutschland?\u201c<\/strong> mit einer Reise nach Th\u00fcringen und Sachsen-Anhalt. Mehr Details zum Projekt findet Ihr <a href=\"https:\/\/vvz.ruhr-uni-bochum.de\/campus\/all\/module.asp?gguid=0xB5D93A68314C4EC5939D88C39E8125E2\">hier<\/a>!<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large ticss-c67825a0\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1007\" src=\"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ddr-1024x1007.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11140\" srcset=\"https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ddr-1024x1007.jpg 1024w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ddr-300x295.jpg 300w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ddr-768x756.jpg 768w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ddr-1536x1511.jpg 1536w, https:\/\/optio.ruhr-uni-bochum.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ddr.jpg 1854w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u201eDie bunte DDR\u201c.\u00a0 Foto: Robert Kurth<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Spektrum der Arbeit des Instituts f\u00fcr Deutschlandforschung (IdF) hat sich seit der Gr\u00fcndung immer wieder ver\u00e4ndert und erweitert. 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