Der Weg zum Zertifikat „Sprachförderung und DaZ“- Studierende unterstützten neu zugewanderte Kinder und Jugendliche bei dem Ausbau ihrer Deutschkenntnisse in der „Sommerschule Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ)

Autorin: Sophie Pieper | Titelbild: StockSnap

Im Rahmen des Kernmoduls des Zertifikats „Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache“ erhielten 17 Lehramtsstudierende die Gelegenheit, ihre theoretischen Kenntnisse in der diesjährigen „Sommerschule DaZ“ der Ruhr-Universität Bochum praxisnah anzuwenden. Drei Wochen lang arbeiteten sie mit 74 Schülerinnen und Schülern aus 18 verschiedenen Herkunftsländern und erprobten methodisch-didaktische Zugänge zur handlungs- und kompetenzorientierten Vermittlung von Deutschkenntnissen. Ziel der Sommerschule war es, die sprachlichen Fähigkeiten der Teilnehmenden im Alltag und im schulischen Kontext nachhaltig zu fördern.

Umfassende Vorbereitung: Schulung und Betreuung für eine erfolgreiche Sommerschule

Auch in diesem Jahr nahmen Studierende nach Abschluss des Moduls „Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte“- (DSSZ) am Berufsfeldpraktikum „Sommerschule DaZ“ teil, um das Zertifikat „Sprachförderung und DaZ“ zu erwerben, das aus drei Modulen besteht: dem Basismodul „Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte“, dem Kernmodul „Sommerschule DaZ“ und dem Aufbaumodul „Lernpatenschaften DaZ“. Alle Module werden im Optionalbereich angeboten. Die intensive Vorbereitung der Studierenden auf die Sommerschule erfolgte in zwölf ganztägigen Blockveranstaltungen während des Sommersemesters durch den Arbeitsbereich Sprachbildung und Mehrsprachigkeit, externe Expertinnen und Experten sowie mit einer engen Betreuung durch Tutorinnen und Tutoren. Die Studierenden wurden dabei fachlich geschult und auf den Umgang mit Lerngruppen und Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Herkunftssprachen vorbereitet. Besonderer Wert wurde auf didaktische Beratungen gelegt, um den Studierenden eine fundierte Unterstützung bei der Umsetzung ihrer eigenen Projektideen zu bieten. Im Anschluss an die praktische Durchführung ihrer eigenen Projekte setzten sich die Studierenden in Form eines Portfolios reflexiv mit ihrem Projekt auseinander, um 10 Credit Points als Teil des Zertifikats „Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache“ zu erlangen. Zum Abschluss des Zertifikats absolvieren die Studierenden nach dem Praktikum im Rahmen eines Aufbaumoduls das Folgeprojekt „Lernpatenschaften DaZ“ in Zusammenarbeit mit der Erich-Kästner-Schule in Bochum.

Vielfältiges Lernen

Die dreiwöchige „Sommerschule DaZ“ war in verschiedene thematische Abschnitte unterteilt, in denen die Studierenden mit den Schülerinnen und Schülern in Gruppen Projekte zu den Themenfeldern „Alltag“, „Natur“ und „Kultur“ erarbeiteten. Die Studierenden aus zehn verschiedenen Fächern konnten die Schwerpunkte ihrer Arbeit selbst wählen, wodurch viele auf fachspezifische Aspekte zurückgriffen. „Man kann die verschiedenen Fächer, die in der Sommerschule zusammenkommen, super nutzen, da man sein Fach so einbringen kann, wie man sich das vorstellt […] und das ist ja genau das, was man später als Lehrkraft auch macht“, berichtet die StudierendeCarina Maria Daxenberger, die bereits 2021 erfolgreich an der Sommerschule teilgenommen hat und seitdem weiterhin als Tutorin mitwirkt. Sie erklärt, dass das Praktikum den Studierenden Raum gebe, sich mit Unterstützung auszuprobieren.

Foto: Carina Maria Daxenberger

In diesem Jahr unternahmen die Studierenden mit den Schülerinnen und Schülern Lehrausflüge, beispielsweise in den Botanischen Garten der Ruhr-Universität, und erarbeiteten anschließend Projekte, die von den Gruppen kreativ und medial vielfältig aufbereitet wurden. Diese Ergebnisse wurden abschließend von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit den Lehramtsstudierenden in einer Abschlusspräsentation in einem Vorlesungssaal der Ruhr-Universität vorgestellt.

Mehr als nur der Erwerb der Credit Points

Ehemalige Teilnehmer*innen berichteten, dass die Sommerschule eine große Rolle bei der beruflichen Orientierung der Studierenden gespielt habe, da die praktische Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern von vielen als sehr prägend und wegweisend empfunden wurde, berichtet Verena Cornely Harboe, Projektkoordinatorin und Mitentwicklerin der „Sommerschule DaZ“.

„Bisher hat mich die Sommerschule von allen Praktika am meisten auf den Lehrberuf vorbereitet, da sie darauf ausgelegt ist, alles selbstständig zu erarbeiten“, sagt Carina Maria Daxenberger.

Laut Verena Cornely Harboe habe das Programm auch für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Jahren eine große Wirkung gezeigt. Viele von ihnen hätten bereits mehrfach an der „Sommerschule DaZ“ teilgenommen. Das Projekt habe sich jedoch in den letzten Jahren stark weiterentwickelt: Es sei nicht nur größer geworden und biete dadurch mehr Plätze sowohl für Studierende als auch für Schülerinnen und Schüler, sondern es habe sich auch in formaler Hinsicht viel getan. Durch erweiterte Vorbereitungen, didaktische Beratungen und Tutorien sei die Sommerschule im Laufe der Jahre stetig gewachsen. Frau Daxenberger berichtet: „Wir sind im Team ständig im Austausch, und so werden auch wir Hilfskräfte in die Lösung von Problemen und Verbesserungen miteinbezogen […] diese Strategien sind großartig, und wir versuchen, jedem Kind gerecht zu werden […] es ist ein Herzensprojekt, das spürt man einfach.“

Tatkräftige Unterstützung und Fortsetzung im kommenden Jahr

Die diesjährige Sommerschule DaZ wurde in Kooperation mit dem geisteswissenschaftlichen Bereich des Alfried Krupp-Schülerlabors der Wissenschaften durchgeführt. Sie erhielt Unterstützung von der Fakultät für Philologie der RUB, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, dem International Office der RUB sowie dem AKAFÖ Bochum. Zu den beteiligten Kooperationsschulen zählten in diesem Jahr acht Schulen in Bochum und Umgebung. Aufgrund des wiederholten Erfolgs wird die Sommerschule im Jahr 2025 voraussichtlich zum zehnten Mal stattfinden. Interessierte können nähere Informationen zur Infoveranstaltung, die am 24. Januar 2025 stattfinden wird, auf der Website der Sommerschule nachlesen oder per Mail bei sommerschule-daz@rub.de anfordern.

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Zertifikat „Kunst-Kultur-Ästhetik“: Persönlichkeitsentfaltung und künstlerische Bildung

Von Hatice Yilmaz-Bingöl | Titelbild: Hatice Yilmaz-Bingöl

Schon mal einen Ohrwurm gehabt, ohne sich an den Text zu erinnern? Sich vorgenommen ein Buch für einen oder zwei Monate zu lesen, aber innerhalb einer Nacht verschlungen? Hypnotisiert Tanzvideos auf ‚Instagram‘ oder ,TikTok‘ auf repeat angeschaut? Kunst begegnet uns in jeder Form, ständig, sie ist heimlicher Begleiter unseres Alltags. Und manchmal nehmen wir uns die Zeit, sie ganz bewusst zu genießen. Wenn wir beim Konzert ausgelassen tanzen und den Text mitsingen. Das Bühnenspiel auf uns wirken lassen oder uns fasziniert Poetry-Slams anhören.

Kunst als gesellschaftlicher Grundstein

Ein großer, besonderer Bereich der Kultur ist die Kunst. Aber wie wird Kunst vermittelt, wie wird sie Teil unserer Kultur? In erster Linie durch Bildung. Kunst ist nicht nur Selbstverwirklichung, sie kann auch immer etwas aussagen und auf potenzielle Betrachter*innen oder Empfänge*innen wirken. Verbundenheit ohne körperliche Anwesenheit. Deshalb wurde sie auch schnell Teil der Gemeinbildung. Nähkurse, Acrylmalerei und das Schreiben von Geschichten, Volkskurse für die gemeinschaftliche Entwicklung, und das schon seit der Antike. Sie hat ihren Weg in den universitären Bildungsbereich gefunden.

Und zwar am 30. Mai 1984, direkt in das Musische Zentrum, kurz MZ, der Ruhr-Uni. Dieser deutschlandweit einzigartige Ort, an dem die künstlerische Betätigung im Vordergrund steht, ist die Kunst-Oase der RUB. Seit diesem Tage eröffnet sie den Bochumer Studierenden und Angestellten die Möglichkeit, sich künstlerisch zu betätigen. Die Kurse laden zum Erfinden, Gestalten aber auch zum Austauschen ein.

Denise Winter
Foto: Musisches Zentrum der RUB

„Und es soll ein Schutzraum sein, ein kreativer Raum, wo Menschen sich ausdrücken und auch Freundschaften schließen können“, sagt Denise Winter, seit 2020 Leiterin des Bereichs Bildende Kunst.

Soziale Begegnungen fördern

Schon seit der Gründung des MZ gibt es zahlreiche Kurse, um sich künstlerisch zu orientieren und Neues auszuprobieren. Mit der Zeit wurde das MZ immer bedeutender und es kam zur Frage, wie die von den Fakultäten unabhängigen Seminare und Kurse mehr in den Studierendenalltag eingebracht werden können,wie sie den sozialen Aspekt mit der Kulturbildung verbinden und den Studierenden die Möglichkeit geben sich sozial zu engagieren.

Mit der Zeit kam die Idee, den Kunst- und Sozialbereich zu verbinden. Und so entstand das Zertifikat „Kunst-Kultur-Ästhetik“, initiiert von der Fakultät der Sportwissenschaft, dem MZ und dem Optionalbereich. Es ist zum ersten Mal verfügbar ab dem WiSe 24/25.

Der Weg zum Zertifikat über das MZ

Das Zertifikat ist eine Zusatzqualifikation, die unabhängig vom Studiengang erworben werden kann. Es soll die Bereiche Kunst und Kunstvermittlung bzw. Kunstbildung verbinden. Gleichzeitig gibt es den Studierenden die Möglichkeit, sich selbst tiefergehend mit den Themen im Bereich der Kunst und Vermittlung zu beschäftigen und etwas Neues zu Entdecken. Es teilt sich in drei Module. Das Basismodul fördert das eigene Interesse und eröffnet einen Einstieg in die künstlerische Betätigung. Hier könnt ihr euch Seminare aus dem Angebot des MZ aussuchen und sehen, was euch Spaß macht und wo ihr vielleicht eure Erfahrungen vertiefen wollt.

Foto: Musisches Zentrum der RUB
Foto: Musisches Zentrum der RUB

Modul 2 ist die Einführung in die ästhetische und kulturelle Bildung, sie fördert Theorie und Praxis. Hier nehmt ihr an Kursen für künstlerische Techniken wie Fotografie oder Keramik oder an Übungen vor Originalen, Exkursionen in Museen oder Aufführungen teil. Und schließlich gibt es ein Zusammenkommen im Kurs zur Besprechung der bisherigen Erfahrungen und praktischen Übung im Rahmen eines Kolloquiums.  

Im letzten Modul geht es um die Entwicklung eines eigenen künstlerischen oder kulturellen Projekts. Dies kann in einem von drei Bereichen erfolgen: Bildende Kunst, Kultur oder kulturelle oder ästhetische Bildung bzw. Kunstvermittlung.

Die ersten beiden Module haben jeweils fünf CP und das letzte zehn CP. Die Teilnahme an den Kursen und die Erfüllung der Bedingungen für das Zertifikat kann über das ganze Studium, also Bachelor- und Masterphase geschehen und muss nicht zwangsläufig hintereinander und schnell absolviert werden.
Das Zertifikat folgt also dem Prinzip Fuß fassen, entwickeln und schließlich selbst betätigen.

Zukunftsmöglichkeiten des Zertifikats

Was bietet das Zertifikat und warum solltet ihr es also wählen? „Es ist eine Zusatzqualifikation, die gesondert ausgewiesen wird“, sagt Frau Winter. Und sie gibt auch direkt ein Beispiel: „Wenn Ihr also zum Beispiel Kunstgeschichte studiert aber euch gleichzeitig für die Bildung und Vermittlung im Museum interessiert, dann ist das Zertifikat genau richtig, um sich mit ästhetischer Bildung zu beschäftigen und gleichzeitig Erfahrungen zu sammeln.“

Foto: Musisches Zentrum der RUB

Um Erfahrungen für eine Zukunft im künstlerischen Bildungsbereich zu sammeln ist das Zertifikat also sehr gut geeignet. Für weitere Informationen könnt ihr euch auf der Seite des MZ oder dem Optionalbereich umsehen. In der Modulsuche des Optionalbereichs gibt es den Reiter Zertifikate, dort ist auch das Zertifikat „Kunst-Kultur-Ästhetik“ zu finden.

Im WiSe 24/25 wird für das erste Modul z.B. der Kurs „Explorieren, Gestalten, Darstellen – Tanz / Exploring, Creating, Performing – Dance“ an der Fakultät für Sportwissenschaft – Kooperationspartner des MZ in Bezug auf das Zertifikat – angeboten. Daneben auch das Seminar am MZ: „Text & Performance: Schreiben am Puls der Zeit“. Aber auch bisher besuchte Kurse des MZ mit künstlerisch-praktischem Schwerpunkt können für das erste Modul angerechnet werden. Hierfür ist jedoch eine individuelle Absprache mit den Zertifikatsverantwortlichen notwendig. Für das zweite Modul ist die Blockveranstaltung „Einführung in die ästhetische und kulturelle Bildung – Theorie und Praxis“ zu besuchen.

Viel Spaß beim künstlerischen Austoben und der Möglichkeit zur Selbstentfaltung.

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Am Reparieren partizipieren – Das RepairCafé an der RUB

Autor: Malte Richardt | Fotos: Malte Richardt

Im „Glaskasten“ an der Universitätsbibliothek (UB) geht es jeden Mittwoch geschäftig zu: Die Expert:innen im RepairCafé und der anliegenden Fahrradwerkstatt helfen bei Reparaturen vieler Art. Diese mehrheitlich ehrenamtlich Engagierten unterstützen Interessierte dabei, ihre Elektrogeräte und Fahrräder selbst zu reparieren.  

Zentral gelegen und gut besucht

Es ist Mittwoch und im AStA RepairCafé, direkt neben der UB gelegen, herrscht reges Treiben. „Hier ist es immer sehr belebt […] vor allem mittwochs“, erzählt Phillipp Nico Krüger der Leiter des RepairCafés, während er neben dem Interview das Betriebssystem eines Laptops aktualisiert: „Dienstags haben wir offene Werkstatt von 11 bis 14 Uhr da kommen dann nur Leute, die einen Arbeitsplatz brauchen und selbst reparieren können. Da ist es dann ein bisschen ruhiger“.

Hilfe zur Selbsthilfe

Für so gut wie jeden Mittwoch von 12 bis 18 Uhr können über das Kontaktformular auf der Webseite des RepairCafés Termine vereinbart werden, an denen Interessierte mit ihren technischen Geräten vorbeikommen können und von den Expert:innen des RepairCafés Hilfestellungen bei der Reparatur erhalten.

„Das Konzept ist Hilfe zur Selbsthilfe, das hat ganz viele unterschiedliche Gründe.“ so Krüger weiter „Das sind nicht nur Versicherungsfragen, die wichtig sind, sondern auch dass wir Leuten etwas beibringen wollen. Wenn du am Ende weißt, wie du deinen Laptop zum Beispiel selbst saubermachen und generalüberholen kannst, so dass der länger lebt, bringt dir das mehr, als wenn du immer hierherkommst […].“ Außerdem sei man weniger dazu geneigt seine Geräte wegzuwerfen, sobald man sie einmal repariert hat.

Das Angebot beschränkt sich aber nicht nur auf Reparaturen: „[…] hier kommen auch manchmal Leute mit verrückten Ideen [rein]. Wir hatten einmal jemanden mit einem akkubetriebenen Cocktailmixer, der von der alten Akkutechnologie auf eine neue umrüsten wollte, damit er unterwegs länger Cocktails mixen konnte. Das ist jetzt vielleicht etwas abgespaced aber solche Leute gibt’s hier auch.“ Auch können im RepairCafé alte Elektrogeräte gespendet werden, größere Spenden können sogar vom Team des RepairCafés abgeholt werden.
Das Team des RepairCafés ist mit dem „RepairMobil“ auch außerhalb des Campus aktiv.

Ein tatkräftiges Team:

„Ohne das Team wäre das hier alles nicht möglich, vor allem nicht in der Größe, darum muss man da einfach Mal „Danke“ sagen.“ An einem langen Tisch sitzen neben Philipp Krüger, dem Besitzer des Laptops und mir, noch weitere Menschen: Einige sind über ein Tablet gebeugt, andere Löten an einigen Kabeln. An der Wand mir gegenüber hängen viele Werkzeuge, davor läuft ein 3D-Drucker. Die Gesprächsfetzen, die ich aufschnappe, handeln von Seminarnoten und nicht schmeckenden Energydrinks, ich bekomme den Eindruck, dass man sich untereinander gut versteht. „[…] und da lege ich auch sehr viel Wert drauf. Darum machen wir auch häufig teamerhaltende Maßnahmen, dann grillen wir, oder ein Mal waren wir Lasertag spielen. Und dann haben wir jeden Mittwoch ein Teammeeting, wenn es dann Probleme gibt oder irgendwas fehlt, wird das da angesprochen“, sagt Krüger.

Neben Krüger, der über die Studierendenschaft angestellt ist, engagieren sich im RepairCafé ein paar Minijober:innen, aber vor allem Ehrenamtliche.

„Das sind manchmal Leute, die hier einfach vorbeilaufen und hängen bleiben, also Leute, die gar nicht vom Fach sind, die einfach helfen möchten. […] Dann gibt es natürlich die leidenschaftlichen Reparateur:innen und noch Leute, die schon im Rentenalter sind […] und sich hier gern beschäftigen und ihr Wissen weitergeben“, sagt Krüger über das Expert:innenteam und merkt an: „Es ist leider sehr stereotypisch: Wir haben nicht so viele Frauen hier […] das würde ich mir auch gerne noch ein bisschen anders wünschen.“

Zukunftspläne und helfende Hände:

Das RepairCafé wird von der Studierendenschaft finanziert, dadurch werden Jobgehälter, Ehrenamtsentschädigungen und Anschaffungen gestemmt. 

Philipp Krüger erzählt von den Zukunftsplänen: Es ist eine AStA-Leihbar in Arbeit, bei der sich Studierende zukünftig z. B. Werkzeuge ausleihen können sollen.

Um dieses Projekt und das RepairCafé selbst weiterzuführen, werden stetig neue Engagierte gesucht: „Wir brauchen jederzeit noch mehr Helfer:innen. Jeder der hier mithelfen möchte […], kann jederzeit vorbeikommen, egal ob Vorerfahrung oder keine Erfahrung.“ Auf die Frage, welche Voraussetzungen man dann erfüllen müsse, um sich im RepairCafé einbringen zu können, sagt Krüger: „Man sollte nett sein, man sollte kommunizieren […] können und ich glaube das wars. Man kann hier alles lernen.“

Interessierte können mittwochs, am besten gegen 12:30 Uhr, im RepairCafé vorbeischauen und einfach mal einen Probetag mitarbeiten.

Übrigens: Einbringen kann man sich auch durch ein Praktikum im RepairCafé im Rahmen des Optionalbereichs, für das man 10 CP erhält.

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