Privates soll privat bleiben. Informationssicherheit an der RUB.

Eine Reportage von Joshua Niermann | Titelbild: djbagaha@pixabay

Die wertvollste Ressource ist nicht mehr Öl, sondern Daten. Wir benötigen ständig Informationen, egal was wir tun. Entsperre ich mein Handy, brauche ich meine PIN. Möchte ich meinem Freund etwas schenken, muss ich seinen Geburtstag wissen. Schreibe ich eine Hausarbeit, sollte ich Anforderungen, Seminarinhalte und thematisch passende Literatur kennen. Wie behalte ich diese Informationen, wie schütze ich mich? Wie beantwortet eine große Einrichtung diese Fragen? Wie wird die Informationssicherheit an der Ruhr-Universität sichergestellt?

Ich ziehe mein Handy aus der Hosentasche und schaue nach der Uhrzeit. 13:53 Uhr. Ich wische einmal hoch, und schon ist es entsperrt. Ich werfe einen Blick auf den in meinem Terminkalender notierten Raum, in dem ich um 14 Uhr mit Birgit Steiner verabredet bin. Birgit Steiner, Diplom-Informatikerin, ist die Leiterin der Stabsstelle für Informationssicherheit und Informationssicherheitsbeauftragte an der RUB. Mit ihr möchte ich darüber reden, was Informationssicherheit für mich als Privatperson und für die Ruhr-Universität bedeutet. Mich interessiert, warum dieses Thema so relevant ist und wieso eine eigene Stabsstelle dafür eingerichtet wurde.

Da eine der Türen offensteht, werfe ich einen erwartungsvollen Blick hinein. Eine kurze gegenseitige Nachfrage und ein Händeschütteln später stelle ich fest, meine Interviewpartnerin gefunden zu haben.

Wir setzen uns in Birgit Steiners Büro. Nach etwas Smalltalk, ein paar organisatorischen Absprachen und einem eingeschenkten Glas Wasser beginne ich das Gespräch: Warum ist Informationssicherheit für mich relevant? „Jeder hat Informationen, die er gerne behalten möchte“, beginnt Steiner. „Informationen sind eben nicht nur Daten, die auf einem Computer sind. Sondern auch Daten, die auf Papier vorliegen, prozessuales Wissen, Wissen, was in den Köpfen vorherrscht. Dieses Wissen gilt es zu schützen vor dem Vergessen, davor, dass andere unbefugt etwas rauskriegen, was sie nichts angeht, oder auch vor dem unbefugten Verändern“.

Informationssicherheitsbeauftragte der RUB, Birgit Steiner | Foto: Joshua Niermann

Informationssicherheit im Alltag und Privaten

Es geht grundlegend um Informationen, die behalten werden und verfügbar sein sollen. Der Verlust von z. B. Spanisch-Vokabeln ist eher unproblematisch. Schlimmer geht aber immer. Was passiert, wenn ich den Geburtstag meines besten Freundes vergesse? Das Passwort von meinem Handy nicht mehr weiß? Ich mich nicht mehr an die PIN meines Bankkontos erinnern kann? Die Alltagsrelevanz von Informationen kann kaum verkannt werden.

Diese Relevanz beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Verfügbarkeit von Informationen, sondern erstreckt sich auch auf den Schutz vor unbefugtem Zugriff. „Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie man durch den Verlust und durch den Missbrauch der personenbezogenen Daten und der persönlichen Daten in Mitleidenschaft gezogen werden kann“, stellt Birgit Steiner klar.

Sie schildert mir anekdotisch einen Fall von Identitätsdiebstahl, bei dem mithilfe von Name, Geburtsdatum, Adresse und Telefonnummer Betrugsvorhaben durchgeführt wurden. Die betroffene Strohmann-Person wurde angeklagt und musste die Anschuldigungen mit großer Anstrengung aus der Welt räumen.

Informationssicherheit = Datenschutz?

Mehr Sicherheit ist gegeben, wenn man auf seine Informationen achtgibt. Noch umfänglicher als „nur“ beim Datenschutz, da auch technische Sicherheit, beispielsweise Sicherheit von IT-Systemen, mitbedacht wird. „Bei der Informationssicherheit geht es darum, alle Informationen zu schützen. Beim Datenschutz geht es aber ausschließlich um personenbezogene Daten“, führt Steiner aus.

Zudem sind manche Prinzipien zwischen Informationssicherheit und Datenschutz grundverschieden. Beim Datenschutz gehe es vor allem darum, Transparenz herzustellen und offen zu legen, wo welche Daten von mir verarbeitet werden und wie sie geschützt sind. Bei der Informationssicherheit geht es ebenfalls um die Sicherheit der Daten, aber ohne die Offenlegung der Wo’s und Wie’s. Intransparenz dient hier als Schutz vor möglichen Angriffen.

Grundlegender Rat, wenn sich im digitalen Raum bewegt wird. Darauf achten, was man tut und ein Bewusstsein für mögliche Risiken haben. „Ich glaube tatsächlich, es kann jedem passieren, dass er mal irgendwo draufklickt“, räumt auch Steiner ein. Ihre Empfehlungen: „aktuelle Geräte, immer ordentliche Software-Updates fahren, nicht jede App installieren, sondern nur renommierte Sachen installieren“.
Nicht auf seine Informationen achtzugeben, kann durchaus Konsequenzen haben.

Das Glas Wasser, das Frau Steiner mir zu Beginn des Gesprächs freundlicherweise eingeschenkt hat, ist mittlerweile leergetrunken. Statt nach einem weiteren zu fragen, stelle ich, vom Gesprächsfluss förmlich mitgerissen, aber direkt weiter Fragen zum zweiten Themenkomplex: Informationssicherheit an der RUB.
Es verhält sich ähnlich wie bei der Dramatik der Beispiele für Informationsverlust. Mancher Kontext für Informationssicherheit ist überschaubarer als anderer.

Informationssicherheit an der RUB

Insbesondere Universitäten kombinieren zwei besondere Eigenschaften: „Unis sind tatsächlich ein sehr lohnenswertes Angriffsziel, weil sie sehr heterogen sind. Alleine schon durch so viele unterschiedliche IT-Systeme. Einzelne Lehrstühle und Institute betreiben eigene IT. Die wird nicht von unseren IT-Services betrieben, weil es dann oftmals Spezialsysteme sind“, schildert Steiner.

Die zweite unispezifische Eigenschaft entsteht dadurch, „dass man ja mit anderen Forschern zusammenarbeiten will. Es gibt immer eine höhere Durchlässigkeit zwischen den Systemen und höhere Offenheit nach außen, die dann natürlich ausgenutzt werden kann“.
Die Diplom-Informatikerin stellt fest: „Ein Unternehmen ist immer besser abgeschottet nach außen als eine Uni. Das ist aber das Wesen der Uni“.

Die Stabsstelle nimmt innerhalb der Universität nun eine Doppelfunktion ein. „Es ist deswegen eine Stabsstelle, weil wir zum einen beraten – natürlich, wir beraten das Rektorat, wir beraten die Einrichtungen, wir beraten die Angehörigen der RUB – aber wir haben zum anderen auch eine Kontrollfunktion“, erläutert Steiner.

Mit der Einrichtung einer solchen Stelle ist die RUB vor langer Zeit schon gut aufgestellt worden. Die Leiterin der Stabsstelle lobt: „Die Ruhr-Universität war nicht nur bei Cyberangriffen, sondern auch bei der Informationssicherheit ein Vorreiter. Die Stabsstelle ist nämlich schon vor 20 Jahren eingerichtet worden. Meine Vorgängerin hat das Thema Informationssicherheit tatsächlich sehr früh auf dem Schirm gehabt und hat dafür gesorgt, dass die Stabsstelle eingerichtet wird“. Um all diese Ziele zu erreichen, folgt die Stabsstelle einem bestimmten Prozess. Dieser Informationssicherheitsprozess ist das Herzstück ihrer Arbeit.

Informationssicherheitsprozess – die Arbeit der Stabsstelle

Arbeitsplatz Computer. Von hier aus für die Informationssicherheit | Foto: Joshua Niermann

Dieser Informationssicherheitsprozess, ein komplexes aber entscheidendes Konzept, steht im Zentrum ihrer Arbeit.

Hierbei ist es wichtig, sich ein Bild vom Prozess zu machen. Es muss erfasst werden, welche Informationen vorliegen, warum diese viel wert sind und wie sie zu schützen sind. Auch involvierte Akteure, Hintergrund- und Anschlussprozesse sollen bedacht werden. Schließlich wird der gesamte Prozess beurteilt und der Unterschied von Sicherheitsstatus und gewünschtem Sicherheitsniveau festgestellt. „Wie ist die Lücke dazwischen? Zwischen dem, was wir jetzt haben, und dem, wo wir hinwollen?‘“, stellt Steiner die Fragen, die in der Arbeit der Informationssicherheitsbeauftragten gestellt werden.

Das Gespräch hat mir gezeigt: An der RUB wird viel getan, um die Sicherheit unserer Informationen zu gewährleisten und damit sicherzustellen, dass Privates auch privat bleibt.

Wer noch mehr über die Stabsstelle und deren Arbeit lesen will, kann das auf der folgenden Website tun.

https://www.informationssicherheit.ruhr-uni-bochum.de

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Von Tōkyō nach Bochum: Ein historischer Schatz an der RUB

Ein Bericht von Raphael Horend | Titelbild: Raphael Horend

Die Sammlung des Forschers Philipp Franz von Siebold ist ein einzigartiger Kulturschatz, der ein lebendiges Bild Japans aus dem 19. Jahrhundert zeichnet. Sie ist nicht nur ein Fenster in eine lange isolierte Welt, sondern erzählt auch die fesselnde Geschichte des Mannes, dessen Neugier sie zusammengetragen hat.

Während die Ruhr-Universität vor allem für ihre natur- und ingenieurwissenschaftliche Forschung bekannt ist, beherbergt sie auch ein kulturelles Erbe, das älter ist als die Universität selbst: die Sammlung des deutschen Arztes Philipp Franz von Siebold (1796–1866). Es ist eine der bedeutendsten Japansammlungen der Welt, und ihre Geschichte ist eng mit der Gründungsgeschichte der Universität verknüpft.

Ein deutscher Sammler im isolierten Japan

Um die Bedeutung der Sammlung zu verstehen, muss man den Sammler kennen. Philipp Franz von Siebold reiste 1823 als Arzt im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC) nach Japan. Das Land befand sich damals in einer selbstgewählten Isolationsphase. Der einzige erlaubte Kontaktpunkt zur westlichen Welt war die kleine aufgeschüttete Insel namens Dejima vor der Küste Nagasakis.

Von dieser Basis aus gelang es Siebold ein weitläufiges Netzwerk aus japanischen Gelehrten, Ärzten und Künstlern aufzubauen. Getrieben von Neugier, trug er alles zusammen, was ihm ein umfassendes Bild des Landes vermitteln konnte. Darunter Tausende von Pflanzen und Tieren, kunstvolle Lackarbeiten, Holzschnitte, aber auch Alltagsgegenstände, Werkzeuge und sogar streng geheime Landkarten. Seine Sammlung war weit mehr als ein Kuriositätenkabinett. Sie war vielmehr der Versuch, eine fremde Kultur in ihrer ganzen Tiefe enzyklopädisch zu erfassen und wissenschaftlich zu dokumentieren.

Ein internationaler Schatz

Nach Siebolds Tod blieb die Sammlung, die er mit so großer Sorgfalt aufgebaut hatte, zunächst größtenteils im Familienbesitz. Bei der ersten Universitäts-Neugründung der Nachkriegszeit nutzte das Land Nordrhein-Westfalen die einmalige Gelegenheit und erwarb den Kern der Sammlung für die RUB. Die Universität erhielt nicht nur einen Kulturschatz von unschätzbarem Wert, sondern auch ein Fundament für die neu entstehende Fakultät für Ostasienwissenschaften.

Porträt von Philipp Franz von Siebold, 1875, Edoardo Chiossone

Die Siebold-Sammlung entwickelte sich zu einem Anziehungspunkt, der international renommierte Forscher*innen nach Bochum brachte und damit den Grundstein für die heute exzellente Japanforschung legte. Professor Emeritus der Universität Tōkyō Tokuhei Tagai sagte der RUB in einem Interview: „Diese Quellen gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Außerdem ist Siebold in Japan sehr bekannt und es gibt ein großes öffentliches Interesse an seiner Person.“

Mehr als nur Geschichte

Die Siebold-Sammlung ist das beste Beispiel dafür, wie der Forschergeist einer einzelnen Person eine Brücke über die Zeit schlagen und den Grundstein für ein ganzes Wissensgebiet legen kann. Die Sammlung ist auch nach Jahrzehnten kein verstaubtes Relikt, sondern ein lebendiger Teil der Universität, der beweist, wie historische Forschung das Wissen von heute und morgen bereichert.

Die Sammlung kann auf Anfrage von fachlich Interessierten eingesehen werden, unterliegt aufgrund des enormen historischen Werts jedoch strengen Benutzerrichtlinien. Verantwortlich für die Sammlung ist Frau Prof. Dr. Katja Schmidtpott (Stand: August 2025).

Zur Seite der Fakultät für Ostasienwissenschaften.

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Zwischen Beton, Bildschirmen und Blicken: Kunst am Bau an der Ruhr-Universität Bochum im digitalen Zeitalter

Feature von Sude Erkan | Titelbild: „Grand Vitrail Cinetic” aus Sekurit-Glasplatten im HZO-Gebäude. Von Victor Vasarely (1906 – 1997), Anstoßgeber der „Op Art“, einer Kunst, die die Aufmerksamkeit auf Bildmuster und ungewöhnliche Figur-Grund-Verhältnisse lenkt. Foto: Sude Erkan

Grauer Beton, hallende Schritte und leuchtende Displays prägen das Bild des Campus der Ruhr-Universität Bochum. Studierende eilen von Hörsaal zu Mensa, von der Bibliothek in den Seminarraum. Unter ihren Schuhen wackeln die Betonplatten, kaum jemand bleibt stehen. Und doch ist sie da: die Kunst am Bau – scheinbar überall sichtbar und dennoch von allen übersehen.

Schriften, Skulpturen und Reliefs prägen die Wege der Studierenden – Zeugnisse einer anderen, ruhigeren Wahrnehmung, als Studierende die Welt noch ohne die Ablenkung digitaler Medien wahrnahmen. Heute stehen die Kunstwerke fast unbeachtet im Schatten von Bauarbeiten, Zoom-Sitzungen und ewigen Diskussionen über die brutalistische Architektur der Uni.

Auf dem großen Forumsplatz der RUB ist dies besonders spürbar: Auf einem weitläufigen Areal stehen Kunstwerke aus den 60er- und 70er-Jahren: Skulpturen, die vom gesellschaftlichen Aufbruch zeugen, von einem demokratischen Verständnis von Kunst. Sie sollten nicht mehr nur einer Elite vorbehalten sein, sondern allen Menschen offenstehen und zugänglich sein. Betrachter*innen dürfen und sollen Kunst mitgestalten und mitinterpretieren.

An der Universität befinden sich insgesamt mehr als 20 Kunstwerke, an oder zwischen den Gebäuden. Seit den 60ern gehören sie fest zum Campusbild, doch im Alltag von iPads und Online-Vorlesungen scheinen sie in ihrer Präsenz kaum noch wahrgenommen zu werden.

„Freilichtmuseum moderner Kunst“?

„Von der U-Bahn-Station gehe ich meist nur bis zum GA-Gebäude und wieder zurück. Auf dem Weg sind mir nie Kunstwerke aufgefallen“, sagt Stella, Bachelorstudentin im fünften Semester. Displays strukturieren den Alltag der Studierenden: Der Blick richtet sich vermehrt online, nicht offline. Im Strom digitaler Reize wird Kunst im öffentlichen Raum schnell zur Kulisse, die beim Vorbeigehen übersehen wird.

Eine andere Studierende erzählt, sie fokussiere sich nicht besonders auf die Umgebung am Campus und höre oft Musik, wenn sie unterwegs ist. Erst als das Thema Kunst am Bau aufkommt, wird ihr etwas deutlich. „Jetzt, wo du es ansprichst, es sind überall Statuen, aber ich habe diese nie als Kunst wahrgenommen“, sagt Louisa. Sie ist im zweiten Semester.

Seit der Corona-Pandemie ist Präsenz am Campus wieder gang und gäbe. Die Räumlichkeiten der Bibliothek sind wieder gefüllt, freie Plätze wieder seltener. Erstis verlaufen sich in den Gängen, verzweifelt auf der Suche nach dem richtigen Raum.

Doch wie kann echte Präsenz am Campus gelingen, wenn der erste Blick fast immer auf das Smartphone fällt?

Beton, Bildschirm, Blick – und Bodenplastik

Hinter zwei Leitbaken auf dem Forumsplatz der RUB befindet sich die Bodenplastik Grande Diagonale (1974) des italienischen Bildhauers Giuseppe Spagnulo (1936-2016). Sie gehört zur Reihe Ferri spezzati („gebrochene Eisen“), in der Spagnulo zeigt, wie sich Materialien durch einfache Eingriffe selbst formen – der Herstellungsprozess sollte hier sichtbar bleiben. Das Werk befindet sich bedacht auf Augenhöhe und soll einen direkten Zugang ermöglichen. Doch erst auf dem zweiten, wenn nicht sogar auf dem dritten Blick erschließt sich das Werk.

Spagnulos Werk vor den Kunstsammlungen der RUB am Forumsplatz. Fotos: Sude Erkan

Kunst am Bau in Zeiten des Wegsehens

Die amerikanische Soziologin Sherry Turkle untersucht in ihren Studien den Effekt des „Allein-zusammen-Seins“ in modernen Gesellschaften. In „Alone Together“ beschreibt sie, wie Menschen sich zwar physisch gemeinsam in Räumen befinden, mental aber oft woanders sind – in Chaträumen oder in Instagram-Storys. Das Smartphone wird zum Vermittler zwischen Welt und Wahrnehmung und oft eben auch zum Filter. Was nicht im Bildschirm erscheint, ist manchmal völlig unsichtbar.

Ein Kunstwerk am Bau verlangt somit das genauere Hinsehen. Es lebt von der Körperlichkeit des Raums, vom Sonnenlicht, vom Innehalten und von Präsenz – insbesondere jetzt, wo Präsenz am Campus wieder Normalität geworden ist.

Kunst am Bau kann helfen, uns aus der digitalen Ablenkung zurückzuholen und Räume für echte Erfahrung und Verbindung zu schaffen.

George Rickey: Two Open Rectangles Excentric Triangular Section, Variation VII (1977) vor dem Audimax | Foto: Sude Erkan

Den Blick für die Welt wiedergewinnen

„Ich bin immer knapp dran und muss schnell zum Seminar. Ich glaube nicht, dass ich eher anhalten würde, wenn ich größere Infotafeln vor mir hätte“, meint Stella. Mit Infotafeln direkt vor den Kunstwerken könne sie sich zumindest jedoch vorstellen, dass mehr Interesse geweckt werden kann. Auch Louisa plädiert für eine bessere Kennzeichnung der Exponate am Campus.

An der RUB stellen die Kunstwerke Zeitzeugen einer Idee von Bildung, Öffentlichkeit, kultureller Teilhabe und Inklusion dar. Kunst am Bau bietet keinen Algorithmus, der zeigt, was uns gefällt – sie fordert unseren eigenen Zugang. Vielleicht ist es Zeit, diesen Blick wiederzugewinnen. Weniger durch das Display, mehr durch das direkte Erleben.

Eine komplette Übersicht aller Kunstwerke des RUB-Campus findet ihr unter: https://uni.ruhr-uni-bochum.de/de/kunst-am-bau

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