AStA-Cocktailkurs: Mixen, Shaken, Genießen

Ein Feature von David Wien 

Cocktails mixen, neue Techniken lernen und dabei einen geselligen Abend verbringen: Der AStA der Ruhr-Universität Bochum bietet monatlich Cocktailkurse im Clubhaus an. Studierende erhalten dabei Einblicke in die Welt der Spirituosen und können ihre Lieblingscocktails kreieren. Der Kurs richtet sich an alle volljährigen Studierenden.

Schon lange wollte ich wissen, wie Barkeeper Cocktails mixen und was alles dazugehört. Als ich auf den AStA-Cocktailkurs aufmerksam wurde, nutzte ich die Gelegenheit, es selbst auszuprobieren. 

Im Clubhaus angekommen, fällt mein Blick sofort auf die große Cocktailbar links hinter dem Eingang. Dahinter steht ein Schrank mit zahlreichen mir bekannten alkoholischen Getränken. Die Bar ist angenehm beleuchtet und im Hintergrund läuft leise Musik. Es fühlt sich fast wie in einer echten Bar an. 

Nach und nach treffen sieben weitere Studierende ein, die genauso neugierig sind wie ich, und nehmen auf den hohen Hockern vor der Theke Platz. Als schließlich alle Teilnehmenden da sind, stellt sich jeder von uns kurz vor. Anschließend erklärt der Kursleiter, was uns an diesem Abend erwartet.

Cocktailkurs von einem erfahrenen Barkeeper

Der Kursleiter Sebastian Roncero Helfenbein bringt seine 30-jährige Erfahrung als Barkeeper in den AStA-Cocktailkurs ein und leitet ihn bereits seit 15 Jahren. Mit viel Geduld zeigt er uns Studierenden, wie man Cocktails richtig mixt und dekoriert. Gleichzeitig sorgt sein humorvoller Charakter für eine lockere und angenehme Atmosphäre im Kurs.

Helfenbein erklärt, worauf es ankommt: „Ein perfekter Barkeeper wird man nicht direkt nach dem Kurs. Dafür bedarf es einer gewissen Zeit und Praxis“, meint Helfenbein. „Der Kurs soll den Studierenden die Möglichkeit geben, in Spirituosen einzusteigen und einen guten Umgang mit alkoholischen Produkten zu erlernen“, fügt er hinzu. „Denn Alkohol kann ein Genuss sein und sollte nicht missbräuchlich konsumiert werden.“

„Schnaps ist nicht gleich Schnaps“

Bevor wir selbst mit dem Mixen beginnen, lernen wir zunächst die einzelnen Spirituosen näher kennen. Dabei lernen wir mehr über die Herkunft, Herstellung und unterschiedlichen Geschmacksrichtungen von Spirituosen wie Wodka, Tequila oder Rum. So erfahren wir zum Beispiel, dass Rum aus Zuckerrohr hergestellt wird und sich traditioneller Tequila deutlich von der in Deutschland verbreiteten Variante unterscheidet.

Anschließend folgt das „Degustieren“ der Spirituosen. Hier können wir die verschiedenen Spirituosen einzeln probieren. Dabei lernen wir, die unterschiedlichen Aromen bewusst wahrzunehmen und geschmackliche Unterschiede zu erkennen. Dadurch bekommen wir ein besseres Gefühl für die Zutaten, die später beim Mixen der Cocktails zum Einsatz kommen.

Die Cocktailbar bietet eine große Auswahl an Spirituosen | Foto: David Wien

Erste Erfahrungen des Mixens

Im Cocktailkurs werden wir selbst aktiv. Jede:r von uns kann einen eigenen Cocktail mixen und frei entscheiden, welchen Drink wir zubereiten möchten. Dabei greifen wir auf die zuvor kennengelernten Spirituosen zurück, können aber auch eigene Ideen umsetzen. Ich entscheide mich für meinen Lieblingscocktail: einen Tequila Sunrise.

Nacheinander treten wir hinter die Theke, während Helfenbein danebensteht und uns Tipps gibt. Schritt für Schritt lernen wir, wie die Zutaten richtig abgemessen und die Cocktails gemixt werden. „Entscheidend ist das richtige Gleichgewicht zwischen süß und sauer“, erklärt Helfenbein.

Beim Mixen kommen verschiedene Werkzeuge zum Einsatz. Wir arbeiten mit Messbechern, sogenannten „Jiggern“, um die Zutaten genau abzumessen. Außerdem lernen wir, wie wir einen Cocktail richtig im Shaker zubereiten und worauf es beim sogenannten „Shaken“, also beim Schütteln, ankommt. Sobald der Cocktail fertig ist, können wir ihn direkt probieren. Falls er noch nicht perfekt ist, haben wir die Möglichkeit, ihn nach unserem Geschmack anzupassen.                        

An dieser Theke bereiten die Teilnehmenden ihre Cocktails zu | Foto: David Wien

Was den Kurs besonders macht

Im Vergleich zu anderen Cocktailkursen ist der AStA-Cocktailkurs deutlich günstiger und richtet sich ausschließlich an Studierende. Jede:r Teilnehmende darf sich einen Cocktail aussuchen und ihn selbst mixen. Auch die Atmosphäre unter den Studierenden macht das Ganze persönlicher als bei anderen Cocktailkursen. Für Nicht-Alkoholiker:innen ist der Kurs auch geeignet, da sich alkoholfreie Cocktail-Alternativen zubereiten lassen. „In der Vergangenheit haben schon öfter Teilnehmer:innen mitgemacht, die keinen Alkohol trinken“, erwähnt Helfenbein. Für ihn geht es vor allem darum, dass die Teilnehmenden die Unterschiede zwischen den Spirituosen kennenlernen.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Durch eine Kooperation mit dem AStA findet der Cocktailkurs seit Januar 2023 monatlich dienstags um 19 Uhr im Clubhaus (Wirmerstraße 14, Altenbochum) statt. Das Clubhaus befindet sich direkt neben dem Tennisplatz des Tennisclubs Freigrafendamm e.V. Voraussetzung für die Durchführung ist eine Mindestanzahl von sieben Anmeldungen. Die Teilnahme kostet 23,99 € pro Person und der Kurs dauert etwa 90 bis 120 Minuten. Der Kurs ist anfängerfreundlich gestaltet, sodass auch ohne Vorkenntnisse mitgemacht werden kann. Teilnehmen können alle volljährigen Studierenden.

Interesse geweckt, beim nächsten Cocktailkurs dabei zu sein?

Dann findet ihr die nächsten Termine und Anmeldemöglichkeiten auf der folgenden Webseite des AStA:
https://asta-bochum.de/cocktail-kurse 

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Zwischen Klausur und Kinderwagen – So unterstützt die RUB studierende Eltern

Ein Bericht von Maria Skaro

Viele Studierende stehen vor großen Herausforderungen: finanzielle Verantwortungen, Prüfungsstress, die Teilnahme an Pflichtveranstaltungen und im besten Fall bleibt auch noch etwas Freizeit. Alles unter einen Hut zu bekommen, erfordert gutes Zeitmanagement. Was für viele unvorstellbar ist: in diesem Stress und Chaos nicht nur für sich sorgen zu müssen, sondern auch noch für das eigene Kind.

Hürden im Studienalltag

Wie viele Studierende an der Ruhr-Universität Bochum ein oder mehrere Kinder haben, ist nicht bekannt. Bundesweit liegt ihr Anteil laut dem Deutschen Studierendenwerk bei rund 8 %. Diese 8 % müssen also einen weiteren, besonders anspruchsvollen Lebensbereich mit ihren akademischen Verpflichtungen vereinbaren. Sie tragen Verantwortung für ein junges Menschenleben.

Kathrin Humpert-Frey von der Studienberatung | Foto: Maria Skaro

Kathrin Humpert-Frey von der Zentralen Studienberatung der Ruhr-Universität Bochum berät mit ihrem Team unter anderem auch Studierende mit Care-Verantwortung. In einem Interview erklärte sie mir, dass neben den typischen Herausforderungen, wie Zeitmanagement oder der Sicherung des Lebensunterhalts der Familie, auch strukturelle Bedingungen des Uni-Alltags das Leben studierender Eltern erschweren können. Verpflichtungen wie Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht kollidieren häufig mit der Sorgearbeit. In solchen Fällen unterstützt die Studienberatung, indem sie Handlungsmöglichkeiten aufzeigt und individuelle Lösungsansätze entwickelt. Durch die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen der Universität hilft die Studienberatung bei der Suche nach passenden Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern und arbeitet heraus, was in der jeweiligen Situation am hilfreichsten ist.

Mehr als nur organisatorische Belastung

Neben den logistischen Schwierigkeiten sei die soziale Isolation ein bedeutendes Thema: „Studierende Schwangere, die sich zeitweise ganz oder teilweise aus dem Studium zurückziehen müssen, verlieren häufig ihre bisherigen sozialen Kontakte. Aufgrund von Zeitmangel verlieren sie den Anschluss und haben weniger Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen“, erklärt Frau Humpert-Frey. Deswegen sei es auch ein Dauerthema, die Akzeptanz im Umfeld zu fördern. Kommilitonen und Kommilitoninnen können dabei unterstützen, indem sie aufmerksam bleiben und ein offenes Ohr anbieten. Auch auf dem Campus gibt es gezielte Angebote: In einer Eltern-Kind-Gruppe können studierende Eltern ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Die „Campus Stars“ treffen sich jeden zweiten Freitag von 16 bis 18 Uhr im Peer Quartier. Darüber hinaus hilft auch die psychologische Studienberatung bei Krisensituationen und psychischer Belastung. Sowohl die psychologische als auch die zentrale Beratungsstelle befindet sich auf dem Campus im Studierenden Service Center (SSC).

„Je flexibler die Möglichkeiten, desto einfacher wird es.“

Die Ruhr-Universität Bochum bietet zusätzlich zu den Beratungsmöglichkeiten auch direkt am Campus Kinderbetreuung an. Bis zu 200 Kinder können in zwei Kindertagesstätten durch Angebote des Akademischen Förderungswerkes (Akafö) von 7 bis 20 Uhr betreut werden. Zusätzlich organisiert die RUB Ferienbetreuungsangebote.

Tagesstätte „UniKids“ südwestlich der Mensa | Foto: Maria Skaro
Kita „Lennershof“ an der Hochschule | Foto: Maria Skaro

Den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur sieht Humpert-Frey als entscheidend an, um Studium und Elternschaft besser vereinbaren zu können: „Studierende Eltern profitieren immer von Flexibilität. Je flexibler die Möglichkeiten, desto einfacher wird es.“ Dabei gehe es nicht nur darum, mehr Einrichtungen zu schaffen, sondern auch bestehende Angebote durch anpassungsfähige Betreuungszeiten zu erweitern. Da studierende Eltern häufig keine klassischen Arbeitszeiten haben und manchmal nachmittags Seminare besuchen müssen, können sie ihr Kind nicht immer um Punkt 17 Uhr abholen. Auch zusätzliche Online-Lehrveranstaltungen könnten helfen, das Studium flexibler zu gestalten. Gleichzeitig betont sie, dass Universitäten immer innerhalb gesetzlicher Rahmenbedingungen handeln. Um mehr Handlungsspielräume zu schaffen, müssten daher auch gesetzliche Regelungen weiterentwickelt werden.  

Was studierenden Eltern helfen kann

Trotz vielfältiger Unterstützungsangebote bleibt die Herausforderung für studierende Eltern groß. Viele setzen sich zusätzlich unter Druck, allen Anforderungen gleichzeitig gerecht werden zu müssen. Frau Humpert-Frey hebt hervor, wie wichtig es sei, realistische Erwartungen an sich selbst zu haben und für Ausgleich zu sorgen. Der Austausch mit anderen studierenden Eltern könne entlastend wirken, da man von deren Erfahrungen profitieren könne. Trotzdem sollte man die eigene Situation nicht mit anderen vergleichen, weil die individuellen Rahmenbedingungen sehr unterschiedlich sein können. Abschließend empfiehlt Humpert-Frey, sich frühzeitig zu informieren und keine Scheu zu haben, jede Form von Hilfsmöglichkeit wahrzunehmen. Klar wird: Studieren mit Kind ist herausfordernd, aber mit der richtigen Unterstützung und dem Mut, Hilfe anzunehmen, gelingt auch ein Studium mit Kind.

Weitere Informationen zu den Hilfsangeboten der RUB:

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Bochum bleibt beteiligt – Ein Aktionstag für Demokratie, Wissenschaft und Ehrenamt

Wussten Sie, dass unser Grundgesetz in diesem Jahr 77 Jahre alt wird? Zu diesem besonderen Anlass verwandelt sich die Bochumer Innenstadt am Samstag, den 23. Mai 2026, in einen Ort des Austauschs und Mitwirkens.

Unter dem Motto „Mitreden. Mitdenken. Mitmachen.“ erwartet Sie ein vielfältiges Programm, das zeigt, wie eng Demokratie, Wissenschaft und ehrenamtliches Engagement in unserer Stadt verzahnt sind. Wir freuen uns, diese großartige Initiative als Partner zu unterstützen und möchten Sie herzlich einladen, dabei zu sein!

Was erwartet Sie? Zwischen 11:00 und 16:00 Uhr gibt es in der City zahlreiche kostenfreie Aktionen:

  • Markt der Möglichkeiten (Blue Square): Lernen Sie lokale Vereine wie Amnesty International, das DRK oder die OMAS GEGEN RECHTS kennen.
  • Wissenschaft hautnah: Spannende Vorträge von ExpertInnen der RUB zu Themen wie Jugendengagement, Identität und Strafrecht.
  • Mitmach-Aktionen: Ein interaktives Grundgesetz-Quiz in der Zentralbücherei, „Demokratie-Fitness“-Workshops und eine bunte Laufmeile zwischen Hauptbahnhof und Blue Square.
  • Highlight: Um 15:00 Uhr wird der GEMI-Jugendpreis zum Thema Meinungsfreiheit verliehen.

Wann: Samstag, 23. Mai 2026 | 11:00 – 16:00 Uhr

Wo: Bochumer Innenstadt | Hauptprogramm im Blue Square (Kortumstr. 90)

Kommen Sie vorbei, bringen Sie Ihre Fragen mit und setzen Sie gemeinsam mit vielen anderen Bochumerinnen und Bochumern ein Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Eintritt zu allen Programmpunkten ist frei.

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